Präambel

Das Missionsstatement der EVAK lautet: „Die Evangelikale Akademie (EVAK) rüstet Christen mit einer bibeltreuen theologischen Ausbildung für Dienst und Leiterschaftsaufgaben aus“. Als Glaubensbekenntnis der EVAK dienen die Glaubensgrundsätze der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Gemeinden Österreich (ARGEGÖ). Im Rahmen dieser bibeltreuen Ausrichtung ist es der EVAK ein Anliegen, dass die Ausbildung biblisch fundiert, systematisch reflektiert und praxisorientiert auf die Bedürfnisse der Gemeinden und der Mission ausgerichtet ist.
Vier theologische Grundüberzeugungen bestimmen die Theologie der EVAK, Sie gelten als Leitlinien für den Unterricht an der EVAK, sowohl für die Dozenten als auch die Studierenden.

Theologie der Offenbarung

Die Theologie der Offenbarung ist Anfangs- und Ausgangspunkt des christlichen Denkens, Verstehens und Lebens. Gott begegnet dem gefallenen Menschen, indem er sich in seiner Liebe zu ihm hin erniedrigt, in der Geschichte handelt und sich als Höhepunkt in Jesus Christus offenbart. Der Glaube kommt aus dem Wort Gottes und gründet sich so bewusst auf die vollumfängliche göttliche Autorität der Bibel. Alle Erkenntnis ist Stückwerk, sodass die Glaubenden sich von Gottes Wort demütig tiefere Einsicht erwarten, die zur Erneuerung und Korrektur eigener Überzeugungen, Prägungen und Lebensweisen führt.

Theologie der neuen Schöpfung

Die Theologie der neuen Schöpfung bringt Gottes gnädiges Wirken in und an einer gefallenen und durch Sünde verdorbenen Welt durch sein Heilswerk in Christus zum Ausdruck. Die Erneuerung ist bereits in den Gläubigen und der Gemeinde angebrochen und findet ihre Vollendung in der zukünftigen neuen Schöpfung. Die Mission der Gemeinde ist, die Erneuerung durch den Geist als Gemeinde in christlicher Nächstenliebe auszuleben und umzusetzen, das Evangelium zu verkündigen, Jünger zu machen und sich in Erwartung der neuen Schöpfung auf die Ewigkeit auszurichten.

Theologie der Verherrlichung Gottes

Die Theologie der Verherrlichung Gottes sieht die Heiligkeit und Liebe Gottes im Mittelpunkt des christlichen Denkens und Lebens. Diese Verherrlichung findet ihren Höhepunkt im Kreuzesleiden und der Auferstehung Jesu. Die Heiligkeit Gottes stellt den Anspruch der ganzheitlichen Ausrichtung des Christen auf die Verherrlichung Gottes. In der Liebe Gottes wird der durch Christus geheiligte Mensch zu einem Gott wohlgefälligen Leben – im Denken, Sein und Tun – befähigt, das seiner Ehre dient.

Theologie der Verantwortung

Die Theologie der Verantwortung ist der Ruf an die Nachfolger Jesu, gemäß der Berufung in Christus Salz und Licht zu sein, und als Empfänger der Gnade Gottes und in der Kraft des Heiligen Geistes zu leben. Angetrieben von der Liebe Gottes, bestimmt die Liebe zu Gott und dem Mitmenschen das Handeln in persönlichen Beziehungen, in Gemeinde und Gesellschaft, entgegen dem Geist der gefallenen Welt. Die Theologie der Verantwortung ist auch der Ruf an die Gemeinde, ihre Mission in Evangelisation, Jüngerschaft, Gemeindegründung und Gemeindeaufbau zu erfüllen, indem das Evangelium verkündigt und ausgelebt wird.