Personen an der EVAK, Teil 8


Thomas, du bist seit den Anfängen der EVAK dabei, wie hast du die Zeit an der EVAK erlebt?

Vor allem als großen Segen und mit großer Dankbarkeit. Ich habe schon einiges an Kursen und Veranstaltungen belegt und hatte bisher immer das Gefühl, gut „investiert“ zu haben. Das Bemühen des Lehrkörpers ist vorbildlich und zeigt das es eine Einrichtung ist, die mit viel Überzeugung und Herz geführt wird. Zusätzlich bietet der Lehrplan ein breites inhaltliches Spektrum, mit der jeweils notwendigen Tiefe für die einzelnen Abschlüsse. Manchmal tut es mir leid, dass es nicht mehr Personen gibt, die für diese Ausbildung zu begeistern sind. Sie ist sehr solide und wertvoll für die Gemeindearbeit.

Welche Veränderungen konntest du an der EVAK beobachten?

Mir scheint, dass das Engagement und der Elan aller Beteiligten nichts an Schwung und Freude verloren hat. Inhaltlich ist die ganz Sache natürlich gewachsen. Aber auch bei der Bearbeitung der Lehrpläne gab es viele Adaptionen, die das systematische und formelle Studieren begünstigen sollen.

Und was machst du sonst so?

Ich bin verheiratet und es gibt eine wirklich große Patch-Work-Familie, mittlerweile auch mit einigen Enkelkindern. In der Gemeinde (Evangelikale Gemeinde Kagran) arbeite ich neben der Leitung an sehr unterschiedlichen Stellen mit. Je nach Bedarf und Situation. Beruflich arbeite ich als Förster im Nationalpark Donau-Auen, wobei ich keine klassische Försterarbeit versehe. Mein Schwerpunkt liegt in den Bereichen Umweltbildung und -tourismus, sowie Öffentlichkeitsarbeit. Von Konzepten, Logistik, Regionalentwicklung bis hin zu Führungen ist da alles dabei. Eine sehr bunte aber auch herausfordernde Palette. Freizeit? Ja, die gibt es erfreulicher Weise auch noch. Radfahren, Wandern, kulturelle Besichtigungen, Reisen mit dem Wohnwagen. Seit 2 1/2 Jahren arbeite ich an meiner Gesangsstimme (klassisch) – mal schauen, was daraus wird.

Was sind deine Lieblings…?

… stellen in der Bibel: da gibt es etliche, aber seit viele Jahren begleitet mich Psalm 19
… musik: Kantaten von J.S. Bach
… tiere: Nilpferde

Welche Tipps kannst du zukünftigen Studenten geben, die nebenberuflich studieren möchten?

Sich darüber im klaren zu sein, was und wie viel man wirklich erreichen will. Es sollte ohnehin immer um persönliches Wachstum gehen, aber möchte/braucht man zusätzlich einen formellen Abschluss. Prioritäten des gesamten Lebensumfeldes immer wieder überprüfen, wenn das Zeitkorsett einmal enger wird. Mehr Zeit einplanen – auch mal Pausen einplanen, aber dranbleiben. Sich Unterstützung suchen und vor allem mit Gottes Segen rechnen. Letztendlich zählt nebenberuflich in erster Linie die Ausdauer. Wer die Möglichkeit hat, sollte nicht auf Bildungskarenz oder andere Alternativen verzichten.

Danke für das Interview!
Thomas Neumair ist Student an der EVAK.