Personen an der EVAK, Teil 3


Irmgard, wie bist du zur EVAK gekommen?

Armin Wunderli und Richard Moosheer sind in meiner Gemeinde, also bin ich nicht daran vorbei gekommen. 😉 Einmal habe ich aus Interesse als Gasthörerin schon an einem Kurs teilgenommen, habe es aber dann nicht weiter verfolgt. Die Zeit war noch nicht reif. Ich hab dort mehr diskutiert als richtig zugehört.

Warum studierst du an der EVAK?

Im letzten Jahr hat sich der Wunsch in mir geformt, nocheinmal eine Ausbildung zu machen. Da ich recht ratlos war, was genau ich machen will, habe ich mir im Internet einfach alle UNIs und FHs in Wien online angeschaut, um zu sehen, was mir denn entsprechen könnte. Unter all den duzenden Ausbildungsmöglichkeiten bin ich mir nur bei der Religionspädagogik sicher gewesen. Allerdings gibt es die nur an der UNI Wien und da ich dort schon Kurse der Kath. Theologie belegt hatte, wusste ich, dass das nicht mehr mein Zugang ist und auch nicht meinem Gottesverständnis entspricht. Außerdem lebe und arbeite ich in evangelikalen Kreisen, also würde mir ein kath. Abschluss nicht wirklich helfen.
Eigentlich ist es schon absurd wie spät ich erst auf die Idee gekommen bin mich über die EVAK genauer zu informieren. Bin halt ein typischer Fall von „Sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht“.
Jetzt studiere ich an der EVAK, da ich mir eine fundierte Bibelkenntnis aneignen möchte. Ich möchte nicht mehr nur an der Oberfläche bleiben und Entscheidungen aus dem Bauch heraus treffen und an der EVAK kann ich die Werkzeuge dazu lernen.

Und was machst du sonst so?

Mein Leben ist zur Zeit mit zwei kleinen Kindern ziemlich ausgelastet. In meine freien Stunden stecke ich jetzt die EVAK und genieße es. Da ich nur einen Tag die Woche studiere ist es ein wunderbarer Ausgleich zu den Kindern und trotzdem noch schaffbar.

Was sind deine Lieblings…?

Was ich liebe und was zur Zeit etwas Mangelware ist, ist Ruhe oder auch Zeit alleine, lange im Bett zu bleiben, bekocht zu werden,…. Okay, die Realität holt mich schon wieder ein. Obwohl ich ein sehr ruhebedürftiger Mensch bin, genieße ich die Gemeinschaft mit meiner Familie und mit Freunden, gemeinsame Nachmittage ohne große Agenda, gemeinsam zu kochen (besser bekocht zu werden) und zu essen (das mach ich dann gerne). Jetzt arbeite ich gerade daran meine Wohnung adventlich zu schmücken und genieße die hellen Novembertage mit ungewöhnlich viel Sonne. Ein guter Kaffee in einem netten kleinen Salettl und einem anschließenden Sparziergang mit Enten füttern für Miro und Stecken sammeln für Denis, ist schon ein schönes Tagesprogramm. Mein Lieblings „etwas“ zur Zeit sind Maroni und Lebkuchen (bitte vom Pircher aus Mariazell). Und auch wenn ich sonst komplett unsportlich bin, schwinge ich mich im Sommer immer wieder mal auf die Berge, wo dann ungeahnte Kraftreserven auftauchen und tanke meine Seele auf. Bei Sonnenaufgang vor allen anderen auf einem Gipfel zu stehen ist unübertrefflich.

Welchen Dienst machst du in deiner Gemeinde?

Ich bin Diakonin in meiner Gemeinde und verantwortlich für die Kinderstundenarbeit. Auch leite ich gerne Gottesdienste.

Wie konnte dir dein Studium an der EVAK in deinem Dienst helfen?

Da ich erst so kurz dabei bin, kann ich dazu noch nicht soviel sagen. Aber alleine der hier vermittelte Zugang zu einem richtigen Bibelverständnis lässt mich unsere Kinderstundenarbeit neu überdenken. Gerade beim Vermitteln von Bibelgeschichten an Kinder läuft man sehr schnell Gefahr an der eigentlichen Botschaft vorbeizuschießen und auf der Seite der Moral hinunterzufallen. Da sind meine Ohren zur Zeit natürlich sehr groß! Paradebeispiel ist die Goliath und David Geschichte.

Danke für das Interview!
Irmgard Schaberl ist Studentin an der EVAK.